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Spotlight on security - Das Ende der Netzneutralität?

Normalerweise berichten wir über die wichtigsten Sicherheitsnachrichten in den Medien. Der Blog dieses Monats behandelt die Ende der Gesetzgebung zur Netzneutralität. Die Netzneutralität wurde von der Obama-Regierung eingeführt. Ironischerweise hat Trump mit seinem historischen Treffen mit Kim-Jong un auf neutralem Boden sowohl die Gesetzgebung zur Netzneutralität als auch die Medienberichterstattung zu Grabe getragen. Ist die Gesetzgebung zur Netzneutralität obsolet oder hat das "offene Internet für alle" gerade einen schweren Rückschlag erlitten?

Die Gesetzgebung zur Netzneutralität zwang die US-Internetdienstanbieter (ISP), allen den gleichen Zugang zu gewähren, was bedeutet, dass keine Person oder Partei, die Informationen im Internet anbietet, eine höhere Priorität beim Datenverkehr oder eine höhere Bandbreitengeschwindigkeit erhält.

Gegen diese Idee der "staatlichen Regulierung" sind große Internetanbieter wie Comcast, AT&T und Verizon. Sie wollen nicht, dass sich die Regierung in ihr Geschäft einmischt. Diese ISP argumentieren, dass die Regulierung den Anreiz zur Innovation verringert, was schlecht für die Verbraucher ist. Die Website Vorsitzender der US-Bundeskommission für Kommunikation (FCC) behauptete, dass die Investitionen in das Internet seit der Einführung des Gesetzes zur Netzneutralität zurückgegangen seien. Nach Ansicht der Lobby der großen Internetanbieter ist diese staatliche Kontrolle besonders schlecht für kleinere Internetanbieter. Kleinere Unternehmen haben nicht die Mittel, um Gesetze und neue Technologien gleichzeitig umzusetzen. Dies ist schlecht für die Innovation und letztlich auch für die Verbraucher.

Diesen großen Internetanbietern stehen die großen Internetunternehmen wie Google, Facebook und Netflix gegenüber. Viele Menschen argumentieren, dass Informationen ein gemeinsamer Dienst sind, der wie jeder andere öffentliche Dienst einer Gesetzgebung bedarf, um den gleichen Zugang zu dieser Infrastruktur für alle zu gewährleisten. Wenn Unternehmen, die die Infrastruktur besitzen (wie Comcast), von Unternehmen, die Inhalte erstellen (wie Netflix), Gebühren für einen schnellen Zugang verlangen, wäre dies schlecht für die Innovation. Große etablierte Unternehmen wie Google, Facebook und Netflix sind in der Lage, solche Kosten zu tragen, aber neue kleine Startups wären nicht in der Lage, die Mittel für einen schnellen Zugang aufzubringen. Da die meisten Innovationen von kleinen Unternehmen ausgehen, wäre dies schlecht für die Innovation und letztlich auch für die Verbraucher.

Aus der Ferne betrachtet scheint die Diskussion gegen und für die Netzneutralität die gleichen Auswirkungen zu haben: Es ist egal, welche Seite der Medaille auftaucht, denn beide Optionen sind schlecht für kleinere Unternehmen, Innovation und die Verbraucher. Es sieht also so aus, als ob "ein Topf den anderen fängt".

Wir glauben nicht, dass die Internetdiensteanbieter wieder heimlich den Internetverkehr drosseln werden, wie sie es vor der Gesetzgebung zur Netzneutralität getan haben. Sie werden wahrscheinlich von den Geschäftsmodellen der Unternehmen, die die Inhalte kontrollieren, lernen, indem sie entweder einen "kostenlosen" werbegestützten Dienst wie Google und Facebook anbieten oder wie Netflix Gebühren für einen werbefreien Premium-Zugang verlangen.