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Malware Protection Test September 2021

Datum September 2021
Sprache Deutsch
Letzte Revision 11. Oktober 2021

File Detection Test mit Ausführung und False Alarm Test


Datum der Veröffentlichung 2021-10-15
Datum der Überarbeitung 2021-10-11
Prüfzeitraum September 2021
Anzahl der Testfälle 10029
Online mit Cloud-Konnektivität checkbox-checked
Update erlaubt checkbox-checked
False Alarm Test inklusive checkbox-checked
Plattform/OS Microsoft Windows

Einführung

Beim Malware Protection Test werden schädliche Dateien auf dem System ausgeführt. Während beim Real-World Protection Test das Internet der Vektor ist, können die Vektoren beim Malware Protection Test z.B. Netzlaufwerke oder USB sein oder Szenarien abdecken, bei denen sich die Malware bereits auf dem Datenträger befindet.

Bitte beachten Sie, dass wir nicht empfehlen, ein Produkt nur auf der Grundlage eines einzelnen Tests oder sogar nur einer Art von Test zu kaufen. Vielmehr empfehlen wir den Lesern, auch unsere anderen aktuellen Testberichte zu konsultieren und Faktoren wie Preis, Benutzerfreundlichkeit, Kompatibilität und Support zu berücksichtigen. Die Installation einer kostenlosen Testversion ermöglicht es, ein Programm vor dem Kauf im täglichen Gebrauch zu testen.

Im Prinzip werden Internet-Security Suites für Endverbraucher in diesen Test mit einbezogen. Einige Anbieter haben uns jedoch gebeten, stattdessen ihr (kostenloses) Antivirus-Security-Produkt einzubeziehen. Alle Samples die, bei diesen Scans, nicht erkannt wurden, werden dann erst mit Internet- bzw. Cloud-Zugang ausgeführt, damit z.B. die Merkmale der Verhaltenserkennung zum Tragen kommen können.

Geprüfte Produkte

Informationen über zusätzliche Engines/Signaturen von Drittanbietern, die in den Produkten verwendet werden: G Data, Total Defense und VIPRE verwenden die Bitdefender Engine. Total AV verwenden die Avira Engine. AVG ist eine umbenannte Version von Avast.

Alle Produkte wurden auf einem aktuellen 64-Bit Microsoft Windows 10 System installiert. Die Produkte wurden Anfang September mit Standardeinstellungen und unter Verwendung der neuesten Updates getestet.

Testverfahren

Der Malware Protection Test bewertet die Fähigkeit eines Security-Programms, ein System vor, während oder nach der Ausführung vor einer Infektion durch schädliche Dateien zu schützen. Die für jedes getestete Produkt angewandte Methodik ist wie folgt: Vor der Ausführung eines Programms werden alle Test-Samples dem On-Access Scan (Scan bei Zugriff) und On-Demand Scan (Scan bei Anforderung) des Security-Produkts unterzogen. Jeder dieser Scans wird zudem einmal offline und einmal online durchgeführt. Alle Samples die, bei diesen Scans, nicht erkannt wurden, werden dann erst mit Internet- bzw. Cloud-Zugang ausgeführt, damit z.B. die Merkmale der Verhaltenserkennung zum Tragen kommen können. Wenn ein Produkt nicht alle von einem bestimmten Malware-Sample vorgenommenen Änderungen innerhalb eines bestimmten Zeitfenster verhindert oder rückgängig macht, gilt dieser Testfall als Fehlschlag. Wird der Nutzer aufgefordert zu entscheiden, ob ein Malware-Sample ausgeführt werden darf, und werden im Falle der schlechtesten Entscheidung Systemänderungen beobachtet, wird der Testfall als "User Dependent" eingestuft.

Erkennung vs. Schutz

Der File Detection Test, den wir in den vergangenen Jahren durchgeführt haben, war ein reiner Erkennungstest. Das heißt, die Security-Programme wurden nur auf die Fähigkeit getestet, eine schädliche Programmdatei vor der Ausführung zu erkennen. Diese Fähigkeit ist nach wie vor ein wichtiges Merkmal eines Antivirus-Produkts und ist für jeden wichtig, der z.B. prüfen möchte, ob eine Datei harmlos ist, bevor er sie an Freunde, Familie oder Kollegen weiterleitet.

Dieser Malware-Schutz-Test prüft nicht nur die Erkennungsraten, sondern auch die Schutzfähigkeiten, d.h. die Fähigkeit, ein bösartiges Programm daran zu hindern, tatsächlich Änderungen am System vorzunehmen. In manchen Fällen erkennt ein Antivirenprogramm ein Malware-Muster nicht, wenn es inaktiv ist, wohl aber, wenn es ausgeführt wird. Darüber hinaus verwenden einige AV-Produkte eine Verhaltenserkennung, um Versuche eines Programms, Systemveränderungen vorzunehmen, die typisch für Malware sind, zu erkennen und diese zu blockieren. Unser Malware-Schutztest misst die allgemeine Fähigkeit von Sicherheitsprodukten, das System vor, während oder nach der Ausführung von bösartigen Programmen zu schützen. Er ergänzt unseren Real-World Protection Test, der seine Malware-Samples von Live-URLs bezieht, so dass Funktionen wie URL-Blocker zum Einsatz kommen können. Beide Tests umfassen die Ausführung von Malware, die von anderen Funktionen nicht erkannt wird, so dass Funktionen der "letzten Verteidigungslinie" zum Einsatz kommen können.

Eine bedeutender Vorteil von Cloud-Erkennungsmechanismen ist diese: Malware-Autoren sind ständig auf der Suche nach neuen Methoden zur Umgehung von Erkennungs- und Security-Mechanismen. Die Verwendung von Cloud-Erkennungsdiensten ermöglicht es Anbietern, verdächtige Dateien in Echtzeit zu erkennen und zu klassifizieren, um den Nutzer vor derzeit noch unbekannter Malware zu schützen. Die Tatsache, dass Teile der Schutztechnologien in der Cloud verbleiben, verhindert, dass sich Malware-Autoren schnell an diese aktuellen Erkennungsmechanismen anpassen können.

Testfälle

Der für diesen Test verwendete Testsatz bestand aus 10.029 Malware-Samples, die nach Abfrage von Telemetriedaten mit dem Ziel zusammengestellt wurden, aktuelle, weit verbreitete Samples einzubeziehen, die die Nutzer in der Praxis gefährden. Malware-Varianten wurden in Clustern zusammengefasst, um eine repräsentativere Testgruppe zu bilden (d.h. um eine Überrepräsentation ähnlicher Malware in der Gruppe zu vermeiden). Die Samplecollection wurde Ende August 2021 beendet.

Ranking-System

Hierarchische Clusteranalyse

Die Malware-Schutzraten werden von den Testern gruppiert, nachdem sie die mit der hierarchischen Clustermethode gebildeten Cluster betrachtet haben (http://strata.uga.edu/software/pdf/clusterTutorial.pdf). Die Tester halten sich jedoch in Fällen, in denen dies nicht sinnvoll wäre, nicht strikt daran. In einem Szenario, in dem alle Produkte niedrige Schutzquoten erreichen, erhalten beispielsweise die Produkte mit den höchsten Werten nicht unbedingt die höchstmögliche Auszeichnung.

Auch die Anzahl der Fehlalarme kann die Bewertung eines Produkts beeinflussen. Die Prüfer berücksichtigen statistische Methoden bei der Definition von False-Positives (FPs). Die nachstehend aufgeführten FP-Bereiche für die verschiedenen Kategorien können bei Bedarf angepasst werden (z.B. wenn wir die Größe der Sets der sauberen Dateien ändern).

  Schutzrate Cluster/Gruppen
(von den Testern nach Konsultation statistischer Methoden angegeben)
  4 3 2 1
Sehr wenige (0-1 FPs)
Wenig (2-10 FPs)
TESTED STANDARD ADVANCED ADVANCED+
Viele (11-25 FPs) TESTED TESTED STANDARD ADVANCED
Sehr viele (26-75 FPs) TESTED TESTED TESTED STANDARD
Erstaunlich viele (über 75 FPs) TESTED TESTED TESTED TESTED

Offline- vs. Online-Erkennungsraten

Viele der getesteten Produkte nutzen Cloud-Technologien, wie z.B. Reputationsdienste oder cloudbasierte Signaturen, die nur bei einer aktiven Internetverbindung erreichbar sind. Durch die Durchführung von On-Demand- und On-Access Scans sowohl offline als auch online gibt der Test einen Hinweis darauf, wie cloudabhängig jedes Produkt ist und wie gut es das System schützt, wenn keine Internetverbindung verfügbar ist. Wir würden vorschlagen, dass Anbieter von Produkten, die stark von der Cloud abhängig sind, die Nutzer entsprechend warnen sollten, falls die Verbindung zur Cloud unterbrochen wird, da dies den gebotenen Schutz erheblich beeinträchtigen kann. Während wir in unserem Test prüfen, ob die Cloud-Dienste der jeweiligen Security-Anbieter erreichbar sind, sollten sich die Nutzer darüber im Klaren sein, dass die bloße Tatsache, dass sie online sind, nicht unbedingt bedeutet, dass der Cloud-Dienst ihres Produkts erreichbar ist bzw. ordnungsgemäß funktioniert.

Zur Information der Leser und aufgrund häufiger Anfragen von Magazinen und Analysten geben wir auch an, wie viele der Proben von jedem Security-Programm bei den Offline- und Online-Scans erkannt wurden.

  OFFLINE
Erkennungsrate
ONLINE
Erkennungsrate
ONLINE
Schutzrate
Fehl-
Alarme
Avast 91.0% 98.2% 99.97% 2
AVG 91.0% 98.2% 99.97% 2
Avira 91.6% 95.3% 99.98% 4
Bitdefender 93.8% 93.8% 99.98% 9
ESET 89.0% 89.0% 99.82% 1
G Data 93.8% 93.8% 99.98% 8
K7 89.5% 89.5% 99.90% 56
Kaspersky 84.7% 87.6% 99.90% 2
Malwarebytes 91.6% 95.8% 99.84% 8
McAfee 75.4% 98.0% 100% 4
Microsoft 68.8% 96.0% 99.97% 1
NortonLifeLock 80.1% 97.5% 100% 14
Panda 50.3% 83.5% 99.93% 153
Total AV 91.6% 94.2% 99.98% 3
Total Defense 92.6% 92.6% 99.98% 4
Trend Micro 52.4% 92.3% 98.79% 3
VIPRE 92.6% 92.6% 99.98% 9

Test-Ergebnisse

Online-Gesamtschutzraten (in Gruppen zusammengefasst):

Bitte beachten Sie auch die Fehlalarmquoten, wenn Sie sich die nachstehenden Schutzquoten ansehen.

BlockiertUser DependentKompromittiertSchutzrate
[Blocked % + (User Dependent % / 2)]
Cluster
McAfee10029--100%1
NortonLifeLock 10029--100% 1
Avira 10027- 299.98% 1
Bitdefender 10027- 299.98% 1
G Data 10027- 299.98% 1
Total AV 10027- 299.98% 1
Total Defense 10027- 299.98% 1
VIPRE 10027- 299.98% 1
Avast 10026- 399.97% 1
AVG 10026- 399.97% 1
Microsoft 10026- 399.97% 1
Panda 10022- 799.93% 2
K7 10019- 1099.9% 2
Kaspersky 10019- 1099.9% 2
Malwarebytes 10013- 1699.84% 3
ESET 10011- 1899.82% 3
Trend Micro 9908- 12198.79% 4

Der verwendete Testsatz umfasste 10029 Samples, die in den letzten Wochen gesammelt wurden.

False Positives (False Alarm) Test - Ergebnis

Um die Qualität der Datei-Erkennungsfähigkeiten (Fähigkeit, gute Dateien von schädlichen Dateien zu unterscheiden) von Antivirus-Produkten besser beurteilen zu können, bieten wir einen False Alarm Test an. False-Positives (FPs) können manchmal genauso viel Ärger verursachen wie eine echte Infektion. Bitte berücksichtigen Sie die Fehlalarmrate bei der Betrachtung der Erkennungsraten, da ein Produkt, das zu Fehlalarmen neigt auch damit höhere Erkennungsraten erreichen kann. In diesem Test wurde ein repräsentativer Satz von sauberen Dateien gescannt und ausgeführt (wie bei Malware).

1.ESET, Microsoft1sehr wenige FPs
2.Avast, AVG, Kaspersky2 wenige FPs
3.TotalAV, Trend Micro3
4.Avira, McAfee, Total Defense4
5.G Data, Malwarebytes8
6.Bitdefender, VIPRE9
7.NortonLifeLock14 viele FPs
8.K756 sehr viele FPs
9.Panda153 auffallend viele FPs

Einzelheiten zu den entdeckten Fehlalarmen (einschließlich der angenommenen Häufigkeit) sind in einem separaten Bericht zu finden, der unter folgender Adresse abrufbar ist: False Alarm Test September 2021.

Ein Produkt, das einen hohen Prozentsatz schädlicher Dateien erkennt aber gleichzeitig Fehlalarme erzeugt, ist nicht unbedingt besser als ein Produkt, das weniger schädliche Dateien erkennt, aber auch weniger Fehlalarme erzeugt.

In diesem Malware Protection Test erreichte Award Level

AV-Comparatives vergibt Ranglistenauszeichnungen, die sowohl auf der Anzahl der Fehlalarme als auch auf der Schutzrate basieren. Da dieser Bericht auch die rohen Erkennungsraten und nicht nur die Awards enthält, können sich erfahrene Nutzer, die sich weniger Sorgen über Fehlalarme machen, natürlich auch auf die Schutzrate allein verlassen. Einzelheiten über die Vergabe der Auszeichnungen finden Sie unter Ranking-System.

* Diese Produkte wurden aufgrund der Fehlalarme schlechter bewertet.

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(Oktober 2021)